Unsere Jugend gehört nicht in Schützengräben!
Das BSW Brandenburg und die neu gegründete Jugendorganisation JSW Brandenburg begrüßen den wachsenden Widerstand gegen die Pläne zur Wiedereinführung der Wehrpflicht. Hintergrund sind die aktuellen Berichte über angekündigte Schulstreiks.
Die Landesvorsitzende des BSW Brandenburg, Friederike Benda, erklärt:
„Wir lehnen die Wiedereinführung der Wehrpflicht entschieden ab. Unsere Jugend ist nicht die Ressource für geopolitische Machtspielchen. Die Bundeswehr muss eine moderne und gut ausgerüstete Verteidigungsarmee sein, die im Ausland nichts zu suchen hat. Wir fordern, dass die Bundesregierung endlich Kurs hält auf eine Politik, die junge Menschen schützt, statt sie in die Eskalationen ihrer Außenpolitik hineinzuziehen. Unsere Jugend ist bereit, viel zu leisten – aber für ein sinnvolles Leben, für eine funktionierende Gesellschaft, nicht für Wege, die im schlimmsten Fall zu Tod und Zerstörung führen.“
Benda betont weiter:
„Statt Milliarden in eine neue Aufrüstungsspirale zu lenken, sollten wir in Bildung, soziale Sicherheit und Perspektiven investieren. Man lässt junge Menschen seit Jahren mit ihren Problemen allein und will sie nun zum Werkzeug geopolitischen Machtspiele machen. Unsere Jugend gehört in Schulen, an Ausbildungsplätze und in Universitäten – nicht in Schützengräben! Die geplanten Schulstreiks finden unsere uneingeschränkte Unterstützung.“
Der Landesvorsitzende des JSW Brandenburg, Dominik Mikhalkevich, ergänzt:
„Die geplanten Schulstreiks sind ein starkes Signal. Sie zeigen, dass viele junge Menschen nicht bereit sind, ihre Zukunft einer Politik zu überlassen, die auf Eskalation setzt. Wir finden kaum noch ein bezahlbares Zuhause, unsere Schulen sind in miserablem Zustand und immer mehr müssen sich schon um ihre Rente sorgen, bevor sie ihren ersten Arbeitstag hatten. Wer Jugendliche ernst nimmt, schafft Chancen und zwingt junge Menschen nicht an Waffen. Die Jugend braucht bezahlbaren Wohnraum, eine florierende Wirtschaft und erstklassigen ÖPNV – keine Kriegsbesoffenheit.“
Gemeinsam bekräftigen das BSW und das JSW Brandenburg ihre Solidarität mit den angekündigten Protesten und rufen die Bundesregierung dazu auf, von Plänen zur Wiedereinführung der Wehrpflicht Abstand zu nehmen.