O-Ton der BSW-Landesvorsitzenden Friederike Benda

„Die Ministerriege tritt ab. Es spricht Bände, dass wir als Partei erneut nicht im Vorfeld informiert wurden. Im Gegenteil: noch gestern Abend in der Landesvorstandssitzung beteuerte Minister Tabbert, dass ein Parteiaustritt für ihn nicht in Frage kommt. Sein Verhalten ist daher auch persönlich extrem enttäuschend. In der Landesvorstandssitzung wurde mit beiden Ministern besprochen, dass beide Minister im Sinne einer verantwortungsvollen Arbeit für das Land zunächst Minister bleiben sollten – auch um wichtige politische Projekte des BSW wie etwa das Aufsetzen eines wissenschaftlichen Forschungsprojektes zu den Schäden der Corona-Impfung oder die sozial gerechten und bürokratieabbauenden Reformen in der Miet- und Baupolitik zu Ende zu bringen.
Noch am Dienstag in der Fraktionssitzung kritisierten beide Minister den Schritt sowie die Art und Weise zur Beendigung der Koalition durch Ministerpräsident Woidke und Robert Crumbach scharf. Nun legitimieren sie diesen Schritt im Nachhinein.
Politische Häutungen sind bei jungen Parteien nichts Ungewöhnliches. Sie werden uns als BSW stärker machen. Jetzt haben alle Klarheit darüber, wie es um die Loyalitäten bestellt ist. Es ist für jeden offenkundig, dass Leute mit Karriereabsichten in die Partei gekommen sind, um Posten zu erhaschen. Und dass sie nun das Parteibuch wieder abgeben, um so lange wie möglich ihre Posten zu behalten. Nicht jeder dieser Glücksritter ist leider vorab erkennbar. Aber jeder von Ihnen sollte sich fragen, ob man einen solchen instrumentellen Umgang mit der Demokratie wirklich pflegen sollte.“

08.01.2026
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