Gleichmut erzeugt Unmut – Brandenburger Verkehrschaos beenden

Anlässlich der Äußerung von Minister Robert Crumbach, die Bürger sollten auf Baustellen im Bahnverkehr mit mehr „Gleichmut“ reagieren, erklärt die Vorsitzende des BSW-Brandenburg, Friederike Benda:

„Verkehrsminister Crumbach beweist mit seiner Forderung nach ‚Gleichmut‘ im Bezug auf Baustellen eine erschütternde Realitätsferne gegenüber den Menschen in unserem Land. Tausende Pendlerinnen und Pendler stehen Tag für Tag auf überfüllten Bahnsteigen, verpassen Anschlüsse oder kommen mitunter um Stunden später zu ihren Familien und der zuständige Minister empfiehlt ihnen aus seiner Limousine heraus etwas mehr Gelassenheit. Das ist blanker Hohn und ein Schlag ins Gesicht aller Berufstätigen.
Wer auf den Regionalverkehr, beispielsweise auf den Linien RE1, RE2, RE4 oder RE7, angewiesen ist, braucht keinen staatlich verordneten Gleichmut, sondern ein funktionierendes Baustellenmanagement, verlässliche Ersatzverkehre und echten politischen Druck auf die Deutsche Bahn und den Bund. Baustellen sind eben keine ‚gute Nachricht‘, wenn sie im totalen Chaos enden und die Lebensqualität der Bürger massiv unter diesen Zuständen leidet. Statt das alles wegzulächeln, muss Herr Crumbach endlich liefern und die Landesregierung muss sich ehrlich machen: Anstatt die irrsinnige Aufrüstung der Bundesregierung und ein Milliardengeschenk nach dem anderen an die Ukraine mitzutragen, sollte sie sich für dringend benötigte Investitionen in unsere Infrastruktur einsetzen. Die Brandenburger haben kein Geduldsproblem, sie haben die Nase voll von ministerieller Untätigkeit. Direkte Entlastung in diesem Brandenburger Verkehrschaos könnte unter anderem dadurch geschaffen werden, Fahrplan- und Betriebsregeln dahingehend zu ändern, dass auf überlasteten Strecken die Regionalzüge nicht regelmäßig zu Gunsten verspäteter Fernzüge zurückgestellt werden. Die Erhebung einer monatlichen Ursachenstatistik für Verspätungen könnte überdies dazu beitragen Probleme schneller zu erkennen und zielgerichteter zu lösen.“

24.08.2026

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aus dem BSW erklärt Friederike Benda, Landesvorsitzende des BSW in Brandenburg:

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