„Eine Politik, die Verantwortung übernimmt, statt auf gutes Wetter zu hoffen“
Die sich leerenden Gasspeicher geben Anlass zur Sorge. Sie sind das Ergebnis einer verfehlten Sanktionspolitik, deren Auswirkungen auf unser Land von der Bundesregierung weiter ignoriert werden. Die Landesvorsitzende des BSW Brandenburg, Friederike Benda, sagt dazu:
„Brandenburg wird von der Sanktionspolitik der Bundesregierung besonders hart getroffen. Knapp jeder zweite Haushalt in Brandenburg heizt mit Gas und jeder Vierte über Fernwärme. Die Kosten sind im vergangenen Jahr für Brandenburg stärker gestiegen als im Bundesdurchschnitt. Sollten der Februar und der März weiterhin kalt bleiben, droht eine Gasmangellage.“
Benda weiter: „Für ein Industrieland wie Brandenburg bedeutet das ein reales Risiko: Produktionsdrosselungen, steigende Kosten, gefährdete Arbeitsplätze. Durch eine Gasmangellage würde sich die ohnehin schon schwierige wirtschaftliche Situation in Brandenburg weiter verschärfen. Wer sich auf Momentaufnahmen bei Speicherständen verlässt und hofft, dass schon alles gut gehen wird, spielt mit der wirtschaftlichen Substanz unseres Landes und der sozialen Existenz unzähliger Menschen.“
Abschließend sagt Benda: „In Brandenburg haben sich die Heizkosten seit 2021 massiv erhöht – für viele Haushalte bedeutet das jedes Jahr mehrere hundert bis über tausend Euro zusätzliche Belastung. Gerade Familien, Rentner und Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen geraten dadurch immer stärker unter Druck. Wenn Versorgungssicherheit fehlt, hilft kein Durchhalte-Narrativ. Wir brauchen sofort eine energiepolitische Kurskorrektur: Weg von ideologischen Sanktionen, hin zu verlässlichen, langfristigen Gaslieferverträgen und einem Betrieb und Befüllung der Gasspeicher in öffentlicher Hand. Wir brauchen endlich Politik, die Verantwortung für unser Land übernimmt, statt auf gutes Wetter zu hoffen.“
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